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Von Corinna Jacobs

LRS bei Kindern: Wenn Üben allein nicht weiterhilft

Du übst mit deinem Kind Lesen oder Rechtschreibung. Du wiederholst Wörter, du liest gemeinsam mit deinem Kind. Vielleicht hast du schon Arbeitsblätter, Lernprogramme, Nachhilfe oder zusätzliche Übungen ausprobiert. Manches klappt heute, und morgen scheint es wieder weg zu sein.

Vielleicht fragst du dich irgendwann: Warum versteht mein Kind das nicht, obwohl wir so viel üben? Oder noch schlimmer: Mache ich etwas falsch?

Nein. Manchmal liegt das Problem nicht darin, dass zu wenig geübt wird. Manchmal passt einfach der Weg, auf dem etwas vermittelt wird, nicht zu dem Weg, auf dem dein Kind es erfassen kann. Und genau hier beginnt für mich LRS Training.

Was bedeutet LRS? Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bei Kindern

LRS steht für Schwierigkeiten beim Lesen und oder Rechtschreiben. Das kann sehr unterschiedlich aussehen. Ein Kind liest langsam oder stockend. Ein anderes vertauscht Buchstaben. Manche Kinder schreiben ein Wort dreimal unterschiedlich, obwohl sie es eigentlich kennen. Andere können Regeln aufsagen, aber beim Schreiben scheinbar nicht anwenden.

Und häufig entsteht irgendwann Frust. Nicht nur beim Kind, auch bei den Eltern. Denn natürlich versucht man zu helfen. Man erklärt. Man übt. Man erklärt noch einmal. Und irgendwann sitzen da zwei Menschen am Tisch, von denen mindestens einer eigentlich keine Lust mehr hat. Manchmal beide.

Mehr Üben ist nicht automatisch die Lösung

Wenn ein Kind etwas noch nicht verstanden hat, hilft es nicht unbedingt, dieselbe Erklärung einfach zwanzigmal zu wiederholen. Das ist ein bisschen so, als würdest du vor einer verschlossenen Tür stehen und immer wieder denselben Schlüssel hineinstecken. Noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal. Irgendwann ist nicht nur die Tür immer noch zu. Du bist auch ziemlich genervt.

Bei Kindern kommt noch etwas dazu. Sie beginnen möglicherweise zu glauben: Ich kann das einfach nicht. Dabei kann es sein, dass sie sehr wohl lernen können. Nur eben anders, als es ihnen bisher gezeigt wurde.

Das Ziel ist klar. Den Weg entdeckt dein Kind.

Genau das ist einer der wichtigsten Gedanken in meinem LRS Training. Ich entscheide nicht, welcher Lernweg für dein Kind der richtige ist. Und ich baue auch keinen vorgefertigten Weg, auf dem dein Kind dann bitte schön laufen soll. Das Ziel ist klar. Den Weg entdeckt dein Kind.

Im Training schauen wir gemeinsam hin. Das Kind entdeckt Muster. Es erkennt Zusammenhänge. Es probiert aus. Und häufig entsteht dieser wunderbare Moment, in dem ein Kind plötzlich selbst etwas sieht, das vorher einfach keinen Sinn ergeben hat.

Ich erkläre also nicht zuerst eine Regel und hoffe anschließend, dass das Kind sie irgendwie abspeichert. Das Kind darf zunächst entdecken. Die Erklärung kommt danach. Und dadurch kann Lernen plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Was passiert im 7 Tage LRS Intensivtraining?

Mein 7 Tage LRS Intensivtraining ist keine klassische wöchentliche Nachhilfe. Wir treffen uns nicht einmal pro Woche für eine Stunde und arbeiten dann Seite für Seite Aufgaben ab. Die sieben Tage bilden eine intensive gemeinsame Lernphase. Dabei geht es darum, Grundlagen sichtbar zu machen, Muster zu entdecken und Zusammenhänge so aufzubauen, dass dein Kind sie selbst nachvollziehen kann.

Dein Kind soll nicht funktionieren

Das ist mir besonders wichtig. Ich möchte kein Kind passend machen für eine Methode. Und ich möchte auch nicht, dass ein Kind nach sieben Tagen einfach nur ein paar Regeln besser aufsagen kann. Mich interessiert der Moment, in dem ein Kind selbst entdeckt: Ah. So funktioniert das. Denn das ist etwas völlig anderes als: Frau Jacobs hat gesagt, dass ich das so machen soll.

Lernen darf neugierig machen. Es darf sogar Spaß machen. Und ein Kind darf erleben, dass es selbst etwas herausfinden kann.

Warum die Eltern dazugehören

LRS betrifft im Alltag nicht nur das Kind. Hausaufgaben, Lesen, Diktate, Klassenarbeiten und Übungssituationen landen früher oder später auch am Küchentisch. Deshalb gehörst du für mich dazu. Nicht als zusätzliche Lehrkraft. Und auch nicht mit der Aufgabe, anschließend jeden Abend ein zweites Klassenzimmer zu Hause aufzubauen. Sondern damit du nachvollziehen kannst, was dein Kind entdeckt hat und wie dieser Weg funktioniert.

Das verändert auch die gemeinsame Kommunikation. Denn wenn alle wissen, worum es geht, muss zu Hause nicht wieder mit völlig anderen Erklärungen begonnen werden.

Und was passiert nach den sieben Tagen?

Nach der intensiven Phase ist der Lernweg natürlich nicht plötzlich beendet. Das wäre ungefähr so, als würde man nach sieben Tagen Klavierunterricht erwarten, dass das Kind anschließend Chopin spielt. Die sieben Tage schaffen die Grundlage. Danach bekommst du Materialien mit nach Hause, mit denen dein Kind das Entdeckte selbstständig weiter festigen kann.

Ist das für jedes Kind mit Leseproblemen geeignet?

Nein. Und das finde ich wichtig zu sagen. Wenn ein Kind beispielsweise ausschließlich Schwierigkeiten beim Lesen hat, bedeutet das nicht automatisch, dass ein komplettes LRS Intensivtraining sinnvoll ist. Dann kann eine gezielte Förderung des Lesens völlig ausreichend sein. Ich möchte keinem Kind ein großes Training verkaufen, wenn es das gar nicht braucht.

Deshalb schaue ich vorher genau: Wo liegt die Schwierigkeit? Was braucht das Kind tatsächlich? Und ist mein Intensivtraining dafür überhaupt der passende Rahmen?

Ist das eine LRS Diagnose?

Nein. Ich stelle keine psychologische oder medizinische Diagnose. Ich bin LRS Trainerin. Mein Bereich ist das Training. Wenn eine diagnostische Abklärung notwendig oder gewünscht ist, gehört sie in die entsprechenden fachlichen Hände.

Für welche Kinder ist das Training gedacht?

Das Training richtet sich an Schulkinder, die deutliche Schwierigkeiten beim Lesen und oder Rechtschreiben haben. Gerade in der zweiten und dritten Klasse kann es sinnvoll sein, genauer hinzusehen, wenn sich zeigt, dass die bisherigen Lernwege nicht greifen.

Bei sehr jungen Kindern muss man dagegen vorsichtig sein. Nicht jedes Kind, das am Anfang langsamer liest oder schreibt, hat automatisch eine LRS. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell.

Warum sieben intensive Tage?

Weil ich mit dem Kind nicht jede Woche wieder ein kleines Stück anfangen möchte. In der intensiven Zeit können wir aufeinander aufbauen. Das Kind bleibt im Thema. Entdeckungen vom Vortag sind noch präsent. Zusammenhänge können direkt weitergeführt werden. Dadurch entsteht etwas, das in einer einzelnen Stunde pro Woche deutlich schwerer möglich ist.

Und trotzdem gilt auch hier: Die sieben Tage sind nicht das Ende des Lernens. Sie sind der intensive Anfang eines neuen Weges.

Was ich mir für dein Kind wünsche

Nicht, dass es irgendwann möglichst perfekt schreibt. Nicht, dass es nie wieder einen Fehler macht. Und schon gar nicht, dass es einfach lernt, sich noch mehr anzustrengen. Ich wünsche mir, dass ein Kind wieder erleben kann: Ich kann das entdecken.

Dass aus „Ich bin einfach schlecht in Deutsch.“ vielleicht irgendwann wird: „Ach so. Jetzt sehe ich das.“ Denn manchmal braucht ein Kind nicht noch mehr Druck. Nicht noch mehr Übungsblätter. Und nicht die zwanzigste Wiederholung derselben Erklärung. Manchmal braucht es die Möglichkeit, einen Zusammenhang selbst zu entdecken.

Das Ziel ist klar. Den Weg entdeckt dein Kind.

7 Tage LRS Intensivtraining mit Corinna Jacobs

Ich arbeite mit Schulkindern und ihren Eltern in einer intensiven gemeinsamen Lernphase. Kein wöchentliches Nachhilfeprogramm. Keine LRS Diagnose. Kein Kind, das in eine Methode hineinpassen muss. Sondern ein klarer Rahmen, in dem dein Kind entdecken darf, wie Lernen für es verständlich wird.

Wenn du wissen möchtest, ob das 7 Tage LRS Intensivtraining für dein Kind überhaupt sinnvoll ist, können wir uns zunächst anschauen, wo dein Kind gerade steht und was du mit deinem Kind bisher erlebt hast.

Corinna Jacobs